Vertrauensache

unik is müde

Ich weiß noch genau, wie klein Unik vor gut einem dreiviertel Jahr war, als er zu uns kam. Ich weiß noch genau, wie er sich an mich drückte in den ersten Monaten. Ich weiß, dass es ihm gefällt. Er drückt sich heute nicht mehr an mich, sucht aber dennoch die Nähe, wenn er in eine Situation gerät, die ihm ungeheuerlich erscheint. Dann schlüpft er von hinten zwischen meine Beine und schaut so mit einem Gefühl der Sicherheit was denn da kommen möge.

Für mich ein Zeichen des Vertrauens.

Sein erster Geburtstag

unik wird 1 Jahr altt

Unik ist jetzt ein Jahr alt. Er hat sich prima gemacht! Von Anfang an war es klar, dass er ein selbstbewusstes Kerlchen ist, der weiß, dass er sehr viel Glück hatte in seinem noch jungen Leben. Und der weiß, dass auch wir uns sehr im Glück wähnen, ihn bekommen zu haben.

Herzlichen Glückwunsch, Unik!

Tempus fugit, wieder mal

unik2

Meine Güte, schon drei Monate her, dass ich auf der Seite etwas von Unik und Paul berichtete. Wir sind mitten im Winter – fast sind wir durch! Am Samstag war Maria Lichtmess – bei Tag i Nacht ess .. Heute Nacht hat es, nachdem es in den letzten Tagen angenehm mild war mit Temperaturen bis zu frühlingshaften 14 Grad, wieder 20 cm Schnee hingeschneit. Im Moment taut es jedoch wieder weg und dann haben wir wieder panierte Hundepfoten. Das lieben wir ja so arg!
Heute ist ja wieder Hundeschule. Unik macht sich ganz gut, er geht prima Fuß so lange die Konzentration reicht jedenfalls. Sitz oder Platz ist mir Jacke wie Hose – macht er jedenfalls. Bleibt sitzen oder legt sich hin, ganz wie er will. Hauptsache er bleibt. Tut er. Immer öfter. Wir üben. Wie gesagt, heute abend wieder.

Mein lieber Schwan

Es war am Sonntag, es war der wohl letzte warme Tag im Oktober dieses Jahres mit Temperaturen deutlich über 20 Grad, als es uns zu warm wurde auf unserem Balklon unter dem Sonnenschirm. Wir beschlossen, der Hitze auszuweichen und ins schöne Eselsburgertal zu fahren. Es war Inversionswetterlage auf der schwäbischen Alb im Gegensatz zu unseren Gefilden am Albtrauf, so dass wir dort durch eine dichte Nebelschicht vor den gefährlichen Ultraviolettstrahlen der Sonne geschützt waren. Da sind dann auch nicht zu viele Leute unterwegs – weiß auch nicht warum – und man muss sich nicht mit Lichtschutzfaktor 25 eincremen. Also genau richtig. Die Temperatur ist dann Gott sei Dank deutlich unter 20 Grad und wenn man nicht so trödelt, ist man in 45 Minuten wieder zu Hause …

Der auf dem Stein tanzt

Er wächst und wächst und wächst. Fast schon so groß wie Paul, der lediglich noch vier Zentimeter größer ist (aber annährend doppelt so schwer..), aber voller Leben und Leidenschaft. Er genießt es sichtbar, bei uns zu sein. Mit uns zu sein und einer von uns zu sein. Wir eben.

Ich liebe es, das blühende Leben zu beobachten.

Was Wilma mehr?

Sie lebt sich ein. Das heißt, sie gewöhnt uns an sich. Wenn sie kommt, miaut sie so erbärmlich an der Balkontüre, bis jemand ihr öffnet. Nach einem kurzen Besuch in der Küche, wo die Tiere gefüttert werden, geht sie in ihre Gemächer unter dem Dach. Dort ist hundefreie Zone, weil die Treppe dahin so steil ist, dass nur begnadete Kletterer wie Katzen mühelos die Stufen zu erklimmen im Stande sind. Ich muss da auch ein bißchen aufpassen, dass ich mir nicht den Hals breche.
So häuslich sie sein kann, so nett, eine Schmusekatze ist sie noch nicht. Die Betonung liegt auf noch. Sie hält uns knapp mit Liebesbezeigungen, wahrscheinlich weil wir noch nicht ganz kapiert haben, wie sie es gerne hätte – im Haus und im Umgang mit ihr. Bis dahin müssen wir uns noch etwas anstrengen. Nachts zum Beispiel, wenn Madame raus will, sollten wir wahrscheinlich Spalier stehen und – stets aufmerksam – die Haustüre öffnen. Bis es soweit ist, öffnet sie noch selbst die Haustüre – nachts!
Morgens ist es dann recht frisch im Haus, wenn die Haustüre weiß Gott wieviele Stunden aufstand – nachts!
Selbst Unik ist beeindruckt von ihr. Paul weiß, dass er im Zweifelsfalle auf meine Untersützung rechnen kann, der ist cool: Lass‘ mich zufrieden, dann lass‘ ich dich auch zufrieden.

Wilma in der Arche Noah

Sie bleibt. Vorläufig. Wir haben der zugelaufenen Katze unbefristetes Asyl gewährt. Bisher lässt sich kein Besitzer ermittlen, wir haben in der Zeitung geschaut, wir haben den Tierarzt gefragt, wir haben im örtlichen Supermarkt am Schwarzen Brett geschaut: Niemand vermisst eine junge Katze.
Nun soll sie halt mal bleiben, obwohl ich keine mehr wollte. Na ja.
Letzte Nacht hat sie das erste Mal im Haus verbracht, unter der Bettdecke. Ich bin dann noch mal aufgestanden, habe mich angezogen und in der Garage das eingemottete Katzenklo wieder reaktiviert. Hat sie auch schon reichllich benutzt. Gut so.
Heute war Claudia beim Tierarzt, er konnte keinen Chip finden. Ansonsten hat er festgestellt, dass sie nicht sterilisiert ist. Machen wir halt. Wir sind doch nicht die Arche Noah. Oder vielleicht nicht ganz, noch nicht ganz – nein, gar nicht! Oder doch?

Eine Waage Vermutung

Er kam mit neun Kilogramm. Ein kleines Kerlchen, nett anzuschauen und ziemlich dünn. Nach nur vier Wochen und hastigem Fressen hat er es auf 11 Kilogramm geschafft. Und nun, weitere vier Wochen sind vergangen, in denen er immer wieder Paul half, seinen Napf zu leeren, sind es bereits 14. Hört sich fett an. Ist er aber nicht. Immer noch, wenn er aus dem Wasser kommt, steht ein dünnes, zierliches Hündchen vor mir.
Lebendig ist er, lustig ist er, gut geht es ihm. Ich vermute, dass er letztendlich die 25-Kilo-Marke nicht überschreiten wird. Mal schauen.

ER HEBT ERSTMALS DAS BEIN!!

Ich bin ganz euphorisch! Jetzt, da er exakt ein halbes Jahr alt ist, hebt er das erste Mal sein Bein beim Pinkeln, wie mir Claudia berichtet hat! Das ist sensationell!
Das ist super: Er hebt beim Pinkeln das BEIN,
das vordere . . .

Smeckt? Oder smeckt nicht?

Hund und Katz, das weiß jedes Kind, vertragen sich von Natur aus nicht. Andersrum ist es genau so: Katz und Hund, nur eines bleibt gesund.. Sieht man deutlich bei uns. Die Hunde vor leerem Napf, Paul kuckt ganz ungläubig, aber die Katze macht sich schon über den dritten Napf her.
Kam einfach so vorbei. Auffällig war gleich ihre Vertrautheit zu Menschen und zu Hunden. Gar keine Scheu zeigte sie, im Gegenteil, sie schmuste sogar gleich mit Unik. Er kannte ja das Zusammenleben mit Katzen aus seiner frühesten Kindheit, als er noch in Berga bei Barcelona spanisch bellte.

Mal schauen, wem sie gehört. Eigentlich wollten wir keine Katze mehr, nachdem wir unsere am 20. April dieses Jahres einschläfern lassen mussten. Und außerdem ist eine so junge Katze von ungefähr einem halben Jahr ganz schnell mal mit ihrem Nachwuchs da.. Nee, nee, sagt Paul, nicht auch das noch!